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Grüner Hafer – heimisches Superfood für Körper und Geist

Grüner Hafer, das junge, unreife Getreide der Haferpflanze, hat viel mehr zu bieten als nur seinen Wert als klassisches Frühstückszutat. Dieses Superfood, auch als Tee genossen, kann eine Vielzahl von gesundheitsfördernden Wirkungen entfalten – von der Förderung der Verdauung bis hin zur Unterstützung des Nervensystems.

Warum Grüner Hafer so besonders ist?

Grüner Hafer wird noch vor der vollständigen Reifung geerntet, was ihm einen besonders hohen Gehalt an Vitaminen, Mineralstoffen und Pflanzenstoffen verleiht. Er ist reich an B-Vitaminen, die für den Energiestoffwechsel und gesunde Nerven wichtig sind, sowie an Mineralstoffen wie Eisen, Zink und Magnesium, die den Körper stärken und die Hautgesundheit fördern. Darüber hinaus enthält grüner Hafer wertvolle Aminosäuren und Kieselsäure, die das Bindegewebe unterstützen.

Wirkung und Nutzen des Grünen Hafers

Grüner Hafer hat zahlreiche gesundheitliche Vorteile, die von der Naturheilkunde seit Jahrhunderten geschätzt werden. Der Tee wirkt nicht nur entzündungshemmend und antioxidativ, sondern fördert auch den Stoffwechsel und unterstützt die Verdauung. Besonders hilfreich ist er bei der Entschlackung und Entwässerung des Körpers, weshalb er gerne während Fastenkuren oder Detox-Phasen getrunken wird. Grüner Hafer soll auch den Blutdruck und Cholesterinspiegel senken, bei Gicht und Rheuma die Harnsäureausscheidung fördern und die Hautgesundheit unterstützen.

Darüber hinaus hat grüner Hafer beruhigende Eigenschaften und wird traditionell bei Schlafstörungen, Stress und Angstzuständen eingesetzt. Die enthaltenen Adaptogene helfen, das Gleichgewicht im Körper wiederherzustellen, was ihn zu einem hervorragenden Nervenkraut macht.


Der grüne Hafer als Fasten- und Detox-Partner

Besonders im Frühling oder während einer Fastenkur ist Grüner Hafer ein idealer Begleiter. Seine harmonisierende Wirkung auf den Säure-Basen-Haushalt unterstützt die Entgiftung und hilft dem Körper, sich von angesammelten Stoffwechselendprodukten zu befreien. Wer sich also nach einer gesunden und erfrischenden Unterstützung sehnt, sollte regelmäßig eine Tasse Grünen Hafertee genießen.

Wie du Grünen Hafer verwenden kannst

Am bekanntesten ist Grüner Hafer als Tee. Einfach mit heißem Wasser aufgegossen, entfaltet er seinen angenehm süßlichen Geschmack und sorgt für wohltuende Entspannung. Besonders abends wirkt er beruhigend und schlaffördernd. Auch in Smoothies oder als Zutat in Müslis findet Grüner Hafer immer mehr Anwendung und verfeinert jede Mahlzeit mit seinen wertvollen Inhaltsstoffen.

Fazit

Grüner Hafer ist ein wahres Allround-Talent, das nicht nur in der Naturheilkunde geschätzt wird, sondern auch als heimisches Superfood seinen Platz in unserer Ernährung verdient hat. Ob als Tee, in Smoothies oder als Extrakt – er unterstützt den Körper auf vielfältige Weise. Wer auf der Suche nach einem natürlichen, gesunden Power-Getränk ist, sollte den Grünen Hafer unbedingt ausprobieren und sich von seinen positiven Effekten überraschen lassen.

Anwendungsvorschläge, Inhalte und Angaben wurden nach dem Wissensstand der Autorin verfasst, erfolgen aber ohne Gewähr. Sie stellen keinesfalls Anspruch auf Vollständigkeit und/oder Richtigkeit im schulmedizinischen Verständnis. Es muss betont werden, dass jeder Mensch unterschiedlich auf Rezepte oder Anwendungsvorschläge reagieren kann. Auch natürliche Zutaten, Stoffe und Rohstoffe können Allergien, Unverträglichkeiten und andere Nebenwirkungen auslösen. Anwendungen verschiedenster Zubereitungen ersetzen NICHT den Besuch beim Arzt! Bei Beschwerden ist eine ärztliche Abklärung unumgänglich. Die Autorin haftet nicht für eventuelle Nachteile oder Schäden, die aus den gegebenen Anregungen resultieren.

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Fasten – mehr als nur Verzicht – eine Einladung zur inneren Erneuerung!

Fasten – das klingt für viele nach Verzicht, Hunger und Einschränkung. Doch wer es einmal ausprobiert hat, weiß:

Fasten kann unglaublich befreiend sein!

Es ist nicht nur eine Auszeit für den Körper, sondern auch für den Geist.

Warum Fasten?

Unser Alltag ist oft geprägt von Überfluss – an Essen, Informationen und Konsum. Fasten hilft, innezuhalten, zu entschleunigen und bewusst wahrzunehmen, was wirklich wichtig ist. Ob traditionelles Heilfasten, intermittierendes Fasten oder alternative Formen wie Social Media- oder Konsumfasten – jede Art des Fastens bringt Klarheit und neue Energie.

Einige verschiedene Möglichkeiten des Fastens

  • Klassisches Heilfasten: Eine bewusste Auszeit von fester Nahrung für einige Tage – ideal zur Entgiftung und Regeneration.
  • Intervallfasten: Regelmäßige Essenspausen (z. B. 16 Stunden Fasten, 8 Stunden essen) – perfekt für den Alltag und wissenschaftlich erwiesen gesund.
  • Basenfasten: Eine sanfte Methode, bei der säurebildende Lebensmittel wie Fleisch, Zucker oder Kaffee weggelassen werden – für mehr Wohlbefinden und eine natürliche Entlastung des Körpers.
  • Digital Detox: Eine Fastenvariante für die Seele – mal eine Woche ohne Social Media oder Smartphone? Probier es aus!
  • Konsumfasten: Kein Shopping für einen Monat – entdecke, wie befreiend es ist, nur das zu nutzen, was du bereits hast.

Fasten als Neustart

Ich bin der Meinung es lohnt sich allemal jedes Jahr in der Fastenzeit seine eigenen Lebens- und Konsumgewohnheiten kritisch zu hinterfragen und dann auch wieder etwas zu verändern.

Oft sind es schon die kleinen Dinge die einen riesigen Unterschied machen. Wie eine gute Tasse Kräutertee, endlich wiedereinmal ein ausgiebiger Spaziergang an der frischen Luft, eine neue Morgenroutine statt die Neuigkeiten auf Facebook & Co zu checken oder eine einfache selbst gekochte Mahlzeit ohne Schnick-Schnak verfeinert mit Kräutern und Gewürzen :-)!
Vielleicht findest du ja die eine oder andere Idee die du in deine Fastenzeit mitnehmen und ganz bewußt umsetzen möchtest.

Fasten ist keine Qual, sondern ein Geschenk an dich selbst. Es schärft die Sinne, gibt Energie und macht dich achtsamer für dein Leben. Worauf wartest du? Probier es aus – dein Körper und Geist werden es dir danken!

Wir wünschen dir eine Fastenzeit, in der du den Fokus auf mehr Zeit für dich selbst, auf den bewußten Verzicht und den gesunden maßvollen Genuss legen kannst.

Viel Freude und lass dich von einigen deiner neuen guten Gewohnheiten weiter begleiten.


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Gekeimtes Getreide – das Beste aus dem Korn!

Wie wird Getreide gekeimt?

Beim Einweichen des Korns im Wasser wird ein Stoffwechselprozess ausgelöst. Das rohe, inaktive Korn wird in einen aktiven, lebendigen Zustand versetzt. Wenn der kleine Spross aus dem Korn herausblitzt – der Beginn einer neuen Pflanze – wird das Enzym Phytase aktiviert. Phytase ist dafür zuständig, die Phytinsäure abzubauen. Phytinsäure im Korn ist ein natürlicher Schutz der Pflanzen, um nicht gefressen zu werden. Deshalb befindet sich die Phytinsäure in der Schale des Korns. Diese Phytinsäure bindet in der Schale des Korns gewisse Nährstoffe wie Eisen, Magnesium, Zink und Calcium. Mit dem Abbau der Phytinsäure werden wichtige Mineralstoffe freigesetzt und können besser aufgenommen werden. Anschließend wird das Korn schonend getrocknet, damit der Keimprozess gestoppt wird. Beim Keimprozess Das ist aber nur ein Grund, warum wir gekeimtes Getreide bevorzugen sollten.

🌱Vorteile von gekeimtem Getreide: 🌱

✅ bessere Nährstoffaufnahme: Enzyme aktivieren Vitamine & Mineralstoffe
✅ höheren Mineralstoffgehalt: besonders der Gehalt von Calcium, Kalium und Magnesium
✅ mehr Nährstoffe: höherer Gehalt an B-Vitaminen, Vitamin C & Antioxidantien, Vitamine E und K sowie die
Omega-3-Fettsäuren erhöhen sich um ein Mehrfaches
✅ leichtere Verdauung: Abbau von Phytinsäure und komplexen Kohlenhydraten reduziert Blähungen
✅ mehr Proteine & Enzyme: Erhöhte Eiweißqualität und Enzymaktivität
✅ hoher Eisen und Folsäuregehalt
✅ basisch & ideal für Basenfasten: Durch den Keimprozess wird das Getreide basisch und eignet sich
perfekt für eine basische Ernährung
✅ gesunde Proteinquelle

Im Keimprozess vervielfachen sich die Vitamine im Korn, Mineralstoffe und sekundären Pflanzenstoffe werden aufgeschlossen.
Gekeimtes Getreide ist somit nährstoffreicher, basenbildend, besser verdaulich und genau das richtige für alle, die sich bewusst ernähren und von den Vorteilen der Keimung profitieren wollen!

Mit unserem gekeimten Porridge holst du dir pure Natur-Power direkt auf den Tisch. Durch das Keimen wird das volle Nährstoffpotenzial des Getreides freigesetzt, und das Porridge wird besonders bekömmlich und leicht verdaulich – perfekt für deinen täglichen Energie-Kick!

ALLE in unserem gekeimten Porridge enthaltenen Getreide und Samen sind gekeimt!
gekeimtes APFEL KAROTTE Porridge
gekeimtes APFEL ZIMT Porridge
gekeimtes Basis Porridge Dinkel/Einkorn
gekeimtes Basis Porridge Einkorn/Nackthafer
gekeimtes HIRSE APFEL ZIMT Porridge
gekeimtes KAROTTE ZUCHINI Porridge
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perfekt ausgewogenes, nährstoffreiches, enzym- und vitaminhaltiges, veganes Porridge süß oder herzhaft
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Die BRENNNESSEL – für mich die Königin der Kräuter – ein wahres Wunderkraut!

Die Brennnessel (Urtica dioica, Nesselgewächs, mehrjährig) wurde schon von Rudolph Steiner, Begründer der Anthroposophie, “Königin der Beikräuter” genannt und für die Landwirtschaft zur des Bodens empfohlen.

Lebensraum und Nahrungsquelle🦋Sie sind außerdem ein Paradies für Schmetterlinge und fördert die Artenvielfalt.
Kleiner Tipp: Wenn ihr Brennnesseln im Garten habt immer einen Teil stehen lassen da die Brennnessel eine beliebte Wirtspflanze für Schmetterlinge ist. Schmetterlingsarten, wie Admiral, Tagpfauenauge, Kleiner Fuchs und Distelfalter legen in den Blattachsen der Brennnessel ihre Eier ab und die Raupen ernähren sich dann von den Blättern! Die Brennnessel bietet Nahrung und Unterschlupf für zahlreiche Insekten, Käfer, Spinnen und andere Tiere.

Den anderen Teil könntet ihr immer wieder zurückschneiden, dann habt ihr immer wieder frische junge Triebe, die super in der Küche zu verarbeiten sind!

Bodenverbesserung
Nährstoffspeicher: Brennnesseln gedeihen auf nährstoffreichen Böden und reichern den Boden mit Stickstoff, Kalium und Phosphor an, wenn sie verrotten.  Sie ist eine wichtige Zeigerpflanze! Ihr Vorkommen zeigt an, dass der Boden humusreich und stickstoffhaltig ist, oft auch feucht.
Ökologische Rolle    
Klimaschutz: Durch ihr schnelles Wachstum bindet die Pflanze Kohlendioxid und trägt zur Sauerstoffproduktion bei.
Schutz vor Überweidung
Ihre Brennhaare schützen sie vor Fressfeinden wie Weidetieren, sodass sie oft in Gebieten wächst, die vor übermäßiger Beweidung bewahrt werden.

Die Brennnessel ist also nicht nur eine wichtige Heil- und Nutzpflanze für den Menschen, sondern auch ein unverzichtbarer Bestandteil des natürlichen Gleichgewichts. 🌿

Inhaltsstoffe
Vitamine, Mineralstoffe, sekondäre Pflanzenstoffe, Aminosäuren, Histamin und Serotonin (in den Brennhaaren, verantwortlich für das „Brennen“ bei Kontakt)
Ihr Vitalstoffgehalt ist enorm. Sie enthält Chlorophyll, Eisen, Eiweiß, Flavonoide, Folsäure, Kalium, Kieselsäure, Linolsäure, Magnesium, Phosphor, Schleimstoffe, Vitamin A, B, C und K.

Wirkung
Schmerz- und entzündungslindernd: Durch die enthaltenen Flavonoide soll Brennnesseltee Schmerzen stillen und entzündliche Vorgänge hemmen, etwa bei Rheuma (Arthritis) oder auch Gelenkerkrankungen (Arthrose).
Harntreibend: Wegen seiner harntreibenden Wirkung ist Brennnesseltee ein bekanntes Hausmittel bei Blasenentzündung. 
gegen Hautunreinheiten: Als Gesichtswasser wirkt Brennnesseltee gegen Hautirritationen.
lindert Magen- sowie Menstruationsbeschwerden
blutdrucksenkend
stärkt das Immunsystem
Entschlackung: Als Hausmittel wird Brennnesseltee eine entschlackende und anregende Wirkung nachgesagt. Er soll den Stoffwechsel anregen und helfen, Leber und Galle zu entgiften.

Die Brennnessel und ihre wertvollen Inhaltsstoffe
Wie andere Wildkräuter auch, enthält die Brennnessel ein breit gefächertes Spektrum an wertvollen Inhaltsstoffen, durchschnittlich etwa zehn Mal mehr als unser gezüchtetes Kulturgemüse! Die Brennnessel besteht zum Beispiel aus mehr als 30 Prozent Proteinen, und zwar aufgrund der Zusammensetzung der Aminosäuren in einer besonders hohen Qualität. Beachtlich ist auch ihr hoher Anteil an Vitaminen wie Carotinoiden. Sie enthält 20 Mal mehr Provitamin A als Kopfsalat, wobei Provitamin A Herz- und Kreislauferkrankungen vorbeugt u. als “Schönheitsvitamin” für Haut, Haare und Nägel gilt. Besonders als junge Pflanze hat die Brennnessel einen sehr hohen Gehalt an Vitamin C, etwa 30 Mal mehr als Kopfsalat enthält.

Der Vitamin-E-Gehalt, dieses “Verjüngungs-Vitamin” schützt vor Zell- und Gewebealterung und dient als Geriatrikum. Vitamin E beugt auch Krebs und Herzkrankheiten vor und hält die Haut straff und elastisch. Herausragend sind auch die Mengen an Vitamin B2 für die Zellatmung, Vitamin B5 für Stoffwechsel und Hormonbildung sowie dem seltenen Vitamin K, sonst vor allem im Gerstengras zu finden, für Blutgerinnung und gesunde Knochen.

Die Brennnessel ist nicht nur reich an Vitaminen, sondern bietet eine ganze Palette von Mineralstoffen und Spurenelementen, vor allem Eisen, Kalzium, Magnesium, Kalium, Phosphor und Silizium. Verglichen mit Kopfsalat enthält sie das 25fache an Magnesium, das Vierzehnfache an Kalzium und das Fünfzigfache an Eisen. Die Eisenwerte der Brennnessel sind beeindruckend hoch. Die Brennnessel verbessert in vielen Fällen nicht nur das Blutbild, sondern auch das Energieniveau und das Durchsetzungsvermögen! Sie ist eine hervorragende Eisenquelle, weil das in ihr enthaltene Vitamin C die Eisenaufnahme begünstigt. Besonders Frauen in der Schwangerschaft, während der Menstruation und in den Wechseljahren haben einen erhöhten Eisenbedarf.

Das Kalzium in der Brennnessel – am höchsten ist der Gehalt in der Wurzel – hilft besonders bei der Regeneration von Knochen und Zähnen, die 99 Prozent des im Körper vorhandenen Kalziums benötigen. Kalzium wird auch für die Immunkraft sowie für die Weiterleitung von Nervenimpulsen benötigt. Auch Magnesium, in unseren Kulturpflanzen kaum noch vorhanden, findet sich reichlich in der Brennnessel. Dieses wichtige Antioxidans wird auch als “Anti-Stress-Mineral” bezeichnet.

Als herausragend kann man auch den Gehalt der Brennnessel an Mangan und Kieselsäure bezeichnen. Mangan dient zum Aufbau von Knochen und Knorpelgewebe und beugt damit Bandscheibenproblemen vor. Silizium oder Kieselsäure hilft ebenfalls bei der Bildung von Bindegewebe und Knorpeln. Darüber hinaus fördert es das Wachstum und verleiht Haar und Haut Festigkeit und Schönheit. Das in Brennnesseln reichlich vorhandene Chlorophyll bzw. Blattgrün regeneriert das Blut und stärkt den gesamten Organismus. Nach Hildegard von Bingen enthält die Brennnessel diese “Grünkraft” in so reichlichem Maß.

An besonderen Inhaltsstoffen enthält die Brennnessel außerdem Amine, die ganz besonderen Wirkstoffe der Brennnessel. Das sind organische, stickstoffhaltige Verbindungen, die sich in lebenden Organismen bilden und als Hormone eine wichtige Rolle im Körper spielen, z. B. das Adrenalin. Die Brennnessel enthält vor allem Histamin und Acetylcholin. Auch die Gedächtnisleistung wird durch diesen Botenstoff gesteuert: Man nimmt an, dass der Schlüssel zum Gedächtnisverlust bei alten Menschen darin liegen könnte, dass kein Acetylcholin mehr gebildet wird.

Auch das Histamin in der Brennnessel, das für das Brennen verantwortlich ist, zieht die glatte Muskulatur zusammen und wirkt blutstillend bei inneren und äußeren Blutungen. Histamin ist in einer relativ hohen Konzentration in den Brennhaaren vorhanden. Hervorzuheben ist außerdem der Gehalt an Glukokininen in der Brennnessel, die, ähnlich wie Insulin, den Blutzuckerspiegel bei Diabetikern senken. Kinine sind Gewebshormone, die stark gefäßerweiternd wirken. Bei Diabetes wird Brennnesseltee empfohlen, am besten ein Liter täglich. Die Brennnessel enthält Saponine, kohlenhydrathaltige Pflanzeninhaltsstoffe, welche die Drüsenaktivität erhöhen und damit blutreinigend wirken.

Die Rolle der Brennnessel als heimisches Aphrodisiakum
Bei den Germanen war die Brennnessel Donar geweiht, dem Donnergott und Herrscher über Fruchtbarkeit und Potenz. An bestimmten Festtagen aßen daher die Germanen ein Brennnesselgericht zur Steigerung der Potenz und Fruchtbarkeit. Ein verliebter Jüngling streute seiner Angebeteten Brennnesselsamen ins Haar, um ihre Gunst zu gewinnen. Mädchen, die von ihrem Auserwählten verschmäht wurden, besprengten seine Türschwelle mit einem Tee aus Brennnesselsamen.

Als Aphrodisiakum werden die Samen der Brennnessel verwendet. Brennnesselsamen kannst du ganz einfach mit der Schere ernten, dann trocknen und die Samen beliebig über Speisen streuen oder mit einem Löffel Honig einnehmen.

Sie geben Kraft und wirken anregend auf die Blutzirkulation im Becken und den Genitalien. Auch gegen Unfruchtbarkeit und Impotenz zeigen hier wieder die Brennnesselsamen erstaunliche Wirkungen: Einerseits werden innere Organe stärker durchblutet und geweitet. Es wird vermutet, dass dies einen positiven Effekt auf die weibliche Fruchtbarkeit hat. Andererseits wurden in der Brennnessel hormonähnliche Substanzen und Vitamine nachgewiesen, die die Leistungskraft der Geschlechtsorgane deutlich steigern können.
Damit wirkt die Brennnessel nicht nur positiv auf Libido und Potenz, das Heilkraut kann auch die Milchproduktion stillender oder werdender Mütter ankurbeln.

Die Brennnessel eine gute zusätzliche Alternative bei gesundheitlichen Wehwehchen und noch vieles mehr …..
Wer Einschlafprobleme hat, kann es mit einem Kräuterkissen aus getrockneten Brennnesselblättern versuchen. Neurodermitis und Heuschnupfen bei Kindern verschwinden oft, wenn täglich Brennnesseltee getrunken wird. Brennnesselöl, auf die Schläfen getupft, kann bei Konzentrations- und Lernproblemen helfen. Brennnesselsamen unterstützen bei Osteoporose und Wechseljahresbeschwerden. Wer unter Erschöpfung oder unter Anämie leidet, sollte auf Brennnesseltee, -Samen und -Sirup zurückgreifen, Frischsaft pressen und sich aus Pulver einen Vitaltrunk zubereiten. Sogar bei Depressionen kann die Brennnessel eine Möglichkeit sein, weil sie als Mars-Pflanze Willenskraft und Selbstbewusstsein stärkt.
Brennnessel kann auch bei Haarausfall oder als Haarspülung verwendet werden.

Die Brennnessel in der Küche
Außerdem ist in der Küche ein gesundes Gemüse, ideal als Smoothie, Pesto, Suppe, Spinat, Brennnessel Chips & Salatbeilage. Auch über Salate, Bowls und Müsli können Brennnesselsamen gegeben werden. Sie schmecken angenehm nussig. Ein paar Rezeptvorschläge findest du hier!

Die Brennnessel für Pflanzen und Tiere
Für den Garten kann Brennnesseljauche verwendet werden. Unverdünnt zur Schädlingsbekämpfung bei Läusen oder Schnecken. Im Verhältnis 1:10 verdünnt ist Brennnesseljauche als Dünger für Rosen, Obstbäume, Rasen und Gemüse geeignet. Im Herbst ist verdünnte Brennnesseljauche, auf den abgeernteten Boden ausgebracht, ein Langzeitdünger.

Brennnessel ist das ideale Futter für die Bodenlebewesen, wie z. B. Regenwürmer, welche die Bodenfruchtbarkeit fördern und erhalten. Obstbäume und Sträucher lieben es, wenn man unter sie Brennnesseln anpflanzt. Zimmerpflanzen können ein Mal monatlich mit einem starken Brennnesseltee gedüngt werden, der gleichzeitig Schädlinge fernhält. Hasen lieben getrocknete Brennnesseln als Trockenfutter. Brennnesselpulver kann man auch Hunden und Katzen unter das Futter mischen. In manchen Ländern werden Brennnesseln als wertvolles Viehfutter angebaut.

Die Brennnessel hat noch längst nicht die ihr gebührende Bedeutung in der Naturmedizin und in unserer Ernährung als Gesundheitsvorsorgerin gefunden. Auch ihre Rolle in Zubereitungen für Haut und Haar aber auch in der Tier- und Gartenpflege findet noch zu wenig Bedeutung. Dieses bescheidene Wunderkraut wartet darauf von uns endlich entdeckt und und in Dankbarkeit verwendet zu werden.

Anwendungsvorschläge, Inhalte und Angaben wurden nach dem Wissensstand der Autorin verfasst, erfolgen aber ohne Gewähr. Sie stellen keinesfalls Anspruch auf Vollständigkeit und/oder Richtigkeit im schulmedizinischen Verständnis. Es muss betont werden, dass jeder Mensch unterschiedlich auf Rezepte oder Anwendungsvorschläge reagieren kann. Auch natürliche Zutaten, Stoffe und Rohstoffe können Allergien, Unverträglichkeiten und andere Nebenwirkungen auslösen. Anwendungen verschiedenster Zubereitungen ersetzen NICHT den Besuch beim Arzt! Bei Beschwerden ist eine ärztliche Abklärung unumgänglich. Die Autorin haftet nicht für eventuelle Nachteile oder Schäden, die aus den gegebenen Anregungen resultieren.

Brennnessel-Suppe

Zutaten

  • 200 g junge Brennnesselblätter
  • 1 Zwiebel (gehackt)
  • 2 Knoblauchzehen (gehackt)
  • 2 Kartoffeln (gewürfelt)
  • 1 Liter Gemüsesuppe
  • 1 EL Butter oder Öl
  • Salz, Pfeffer, Muskatnuss, Hildegard Kräuter Gewürzmischung
  • Optional: Schlagobers oder Crème fraîche

Zubereitung

  1. Brennnesselblätter waschen und abtropfen lassen.
  2. Butter oder Öl in einem Topf erhitzen, Zwiebel und Knoblauch darin glasig anschwitzen.
  3. Kartoffeln hinzufügen und kurz mitdünsten.
  4. Mit Gemüsebrühe aufgießen und 10–15 Minuten köcheln lassen, bis die Kartoffeln weich sind.Brennnesselblätter dazugeben und 2 Minuten mitkochen.
  5. Die Suppe pürieren und mit Salz, Pfeffer, Muskat und Hildegard-Kräuter-Gewürzmischung abschmecken.
  6. Nach Belieben mit einem Klecks Schlagobers verfeinern und servieren.

Brennnessel-Pesto

Zutaten

  • 100 g frische Brennnesselblätter
  • 50 g Parmesan (gerieben)
  • 50 g Walnüsse oder wer lieber mag auch Pinienkerne (geröstet)
  • 1 Knoblauchzehe
  • 100 ml Olivenöl
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung

  1. Brennnesselblätter kurz blanchieren, in eiskaltem Wasser abschrecken und gut abtropfen lassen.
  2. Alle Zutaten in einem Mixer fein pürieren, bis eine cremige Konsistenz entsteht.
  3. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.


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